Urlaubszeit ist Unfallzeit: Die Tipps der Autoversicherungen
Normalerweise zeigen sich die Deutschen wenigstens im Sommer etwas gelassener. Viele haben Urlaub und sind im Geiste schon auf dem Weg in die Ferien. Dass dann gerade die Urlauber besonders gerne aufs Gas steigen, verwundert schon. Dies aber belegt eine Umfrage der Stuttgarter Dekra. Viele Autoversicherungen nehmen daher die sommerliche Ausgelassenheit ihrer Kunden zum Anlass, ihnen jedes Jahr nützliche Sicherheitstipps mit auf die Reise zu geben.
Völlig unbegründet ist die Besorgtheit der Versicherer natürlich nicht. Jeder zehnte Teilnehmer der Dekra-Umfrage hatte während des Urlaubs schon einmal einen Unfall. Ganz sommerlich warnt der Kölner Axa-Konzern daher dieses Jahr vor den Tücken eines Wohnmobils oder Wohnwagens: Insbesondere solche Fahrer, die sonst nur kleine Fahrzeuge benutzen, seien oft von Gewicht und Maßen der großen Boliden überfordert.
Wohnfahrzeuge sind ein Gefahrenfaktor
Die Axa-Versicherung legt daher allen Urlaubern mit Wohnfahrzeug ein spezielles Training ans Herz, welches sie an die Besonderheiten der mobilen Unterkünfte gewöhnt. Ansonsten könne schon ein schnelles Ausweichmanöver oder ein starker Windstoß schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Bricht der Anhänger aus oder platzt ein Reifen, wird es schwierig, das massive Gefährt wieder unter Kontrolle zu bringen.
Andere Autoversicherungen geben nützliche Tipps für den schlimmsten Fall. Wie auch hierzulande sollten Fahrer nach einem Unfall vor allem Ruhe bewahren. Danach gilt es, die Unfallstelle abzusichern und die Polizei zu kontaktieren. Wer die lokalen Gesetzeshüter nicht informieren möchte, sollte dann aber auf jeden Fall einen sogenannten europäischen Unfallbericht parat haben. Entsprechende Formulare gibt es kostenlos bei jeder Autoversicherung. Ist ein einheimischer Fahrer am Unfall beteiligt, hilft das „Deutsche Büro Grüne Karte e.V.“ als Einrichtung der Haftpflichtversicherer bei der Schadenregulierung.
