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Marder und die Autoversicherung: Was zahlt die Assekuranz?

Seit jeher scheinen Automarder ein echtes Problem für Pkw-Besitzer zu sein. Angeblich angezogen von der Wärme schmiegen sich die nervigen Nager an Fahrzeuge und verursachen mit ihren scharfen Zähnen Jahr für Jahr Millionenschäden. Das Feindbild Marder ist ein Produkt langjähriger Legendenbildung – mit entsprechender Verzerrung der Realität: Die Nagetiere sind zum Beispiel erst seit den 1980er Jahren ein fundamentales Problem für Fahrer und ihre Autoversicherung.

Das größte Ammenmärchen dabei: Steinmarder – nur diese Unterart macht sich übrigens an unseren Pkws zu schaffen – sind überhaupt nicht so erpicht auf den Geschmack von Kabeln. Auch dass die Tiere von der Wärme des Motors angezogen würden, gehört ins Reich der Legende.

Begründet liegt die symbiotische Beziehung zwischen Marder und Auto stattdessen in der ureigenen Funktion eines Kraftfahrzeugs – seiner Mobilität. Steinmarder haben nämlich gar kein so großes Interesse an Ihrem Pkw, sondern vielmehr an ihren Rivalen ums Revier. Zu Autos kommen sie nur, weil Ihr Innenraum guten Schutz vor Feinden, den Elementen und dem Straßenverkehr bietet. Einmal dort, markieren Marder als Hundeartige in ihrer temporären Behausung gerne das Revier.

Rivalität führt zu Marderbiss

Die Tiere werden erst zum Problem für Ihr Fahrzeug, wenn Sie es ahnungslos von einem Marderrevier zum nächsten bewegen. Wird ein lokaler Marder im eigenen Terrain plötzlich mit dem Geruch eines Konkurrenten konfrontiert, reagiert er mit Beißattacken.

Weil die meisten vermeintlichen Gegenmittel nicht beim Geruch ansetzen, sondern die Wurzel des Übels anderswo suchen, sind sie schlicht unwirksam. Bei der Beseitigung des Geruchs kampfbereiter Mardermännchen hilft nichts besser als eine Motorwäsche.

Das leistet eine Autoversicherung nach Marderbissen

Falls sich Marder oft in der Nähe Ihres Wagens aufhalten oder Sie schon einmal mit dem Folgen eines Marderbisses kämpfen mussten, empfehlen wir Ihnen, sich umgehend über den Leistungsumfang Ihrer Autoversicherung zu informieren. Besonders wichtig: Die erschwingliche gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung nützt in solchen Fällen nichts – sie greift nur bei Schäden am Eigentum Dritter.

Bei Schäden durch Marderbiss ist der Mindestschutz der Autoversicherung daher die Teilkasko. Da die genaue Deckung von Marderschäden nicht vom Gesetzgeber reguliert ist, sollten Sie aber auch hier genau die Leistungen Ihrer Police analysieren.

Allerdings offeriert mittlerweile fast jede Autoversicherung bei der Teilkasko einen Mindestschutz gegen Schäden durch Marderbisse. Beim genauen Spektrum der Leistungen sollten Sie allerdings Vorsicht walten lassen: Oft enthält eine günstige Autoversicherung nur die Deckung von direkten Schäden durch Marderbiss.

Umgekehrt bedeutet dies, dass sogenannte Folgeschäden dann nicht gedeckt sind: Überhitzt der Motor in Folge eines löchrigen Kühlwasserschlauchs oder tritt nach einem Biss Benzin aus und schädigt den Katalysator, übernimmt die Autoversicherung die Kosten nur dann, wenn die Deckung von Folgeschäden vertraglich vereinbart wurde. Ferner kommen die meisten Assekuranzen für Folgeschäden nur bis zu einem festgelegten Maximalbetrag auf.

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Tipp

Ein Vergleich von Autoversicherungen ist immer zu empfehlen, wenn man mit dem Gedanken spielt, seinen aktuellen Vertrag zu kündigen.
Ein KFZ Versicherungsvergleich auf eigene Faust durchzuführen ist jedoch nicht empfehlenswert, da man mühsam und langsam im überfüllten und verwirrenden Angebot des Markts recherchieren müsste.