Winterunfälle und steigende Reparaturkosten als treibender Kostenfaktoren
Halter von Kraftfahrzeugen müssen sich darauf einstellen, dass im kommenden Jahr die Beiträge ihrer Kfz-Versicherung steigen. Laut dem Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) stehen der Kfz-Versicherungswirtschaft Milliardenverluste ins Haus. Laut Pressberichten haben bereits namenhafte Kfz-Versicherer wie die HUK-Coburg und die Allianz Beitragsanpassungen angekündigt.
Der Pressesprecher der HUK-Coburg, Alois Schnitzer hat bestätigt, dass es im neuen Versicherungsjahr „bei einigen alten Kfz-Versicherungstarifen“ der HUK-Coburg, zu Beitragsanpassungen im „einstelligen Bereich“ kommen wird. Er fügt hinzu, dass in einigen Fällen die Möglichkeit besteht, dass die Beitragsanpassungen auch höher ausfallen könnten. Wobei es angeblich durchaus auch möglich ist, dass manche Versicherungsnehmer die Tarifänderung kaum spüren werden.
Mit der Allianz hat ein weiteres großes Versicherungsunternehmen eingeräumt, dass es im kommenden Jahr zu einer Anpassung ihrer Kfz-Beiträge kommen wird. Diese würde jedoch ebenfalls im „einstelligen Prozentbereich“ liegen, ließ Claudia Hermann von der Allianz das Handelsblatt wissen. Die Beitragsanpassung sei den steigenden Kosten für Schadensregulierungen geschuldet.
Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) hatte bereits Mitte des Jahres 2011 prognostiziert, das die Versicherungsbeiträge im Kfz-Bereich 2012 ansteigen werden. Es war von einer „Trendwende“ die Rede. Mit 1,1 Milliarden Euro Verlust rechnen die Kraftfahrtversicherer. Schuld seien zum einen der harte Winter 2010/2011, der zu einer Vielzahl an Unfällen geführt hat und zum anderen steigende Reparaturkosten, so Alois Schnitzer (HUK-Coburg). Die Erhöhung durch die beiden Versicherungsriesen lässt vermuten, dass die anderen Kfz-Versicherer ebenfalls ihre Kfz-Beiträge im neuen Jahr anpassen werden.
